"Westbahnhof transformer", Installation (12 min loop), Tieftöner, Swoboda Ofen.

Soundperformance ( 16 min, live)

Das Stück nimmt Bezug auf zwei Brandkatastrophen in Wien, die im April 2014 zwei Leben kosteten.

Der im Ausstellungsraum eingebaute Ofen dient als Resonanzkörper dieser Performane. Es werden Field recordings in den Ofen eingespielt, Aufnahmen des akustischen Stadtbildes, die an den höchsten Punkten im Gerüst des Westbahnhofes zur Zeit des Umbaus 2009 von Kathrin Stumreich aufgenommen wurden.  Zusätzlich erzeugen Sinustöne Vibration und Klappern in diesem gußeisernen Gefängnis, in dem der Schall kaum nach aussen dringen kann. So brodelt es furios innerhalb des Systems, das bis auf kleine Luftklappen und das Hauptrohr durch die Stockwerke nach oben, keine Flucht zulässt.

 

 

 

Im 4. Stock eines Wohnhaus am Hohen Markt, 1010 Wien legt ein Mann am 16. April 2014 mit Benzin als Brandbeschleuniger in seiner Mietwohnung Feuer.

Durch den Brand kommt eine junge Frau im Schlaf ums Leben. Sie wird durch eine Explosion und die drauffolgend umstürzende Mauer in der Nachbarwohnung getötet. 50 Menschen werden aus dem Wohnhaus evakuiert.


Der 44-jährige Werner C. wurde bereits in der Früh stark alkoholisiert aufgegriffen
und als Mieter und Brandstifter der Wohnung identifiziert; Er schuldete mehrere Monate Mietzins und stand  laut Polizei in der Brandnacht nur wenige Stunden vor seiner Delogierung.
Werner C. der als verschuldet gilt, wird von Anwalt Erich Schillhammer vertreten.

 

 

Am 26. April 2014 gibt es eine Explosion in einer Wohnung, Mariahilferstrasse, 1150 Wien. Ein junger Mann beging Suizid. Bekräftigt wurden die Sachbeweise durch Ermittlungen im Umfeld des Toten. Sein Freundeskreis bestätigte der Polizei, dass dieser sich mehrfach dazu geäußert habe, nicht mehr leben zu wollen. Die Explosionsursache ist der  Gasaustritt aus einem manipulierten Gasherd. Der Mann wird aus den Trümmern geborgen und erliegt im Krankehaus seinen schweren Verletzungen. Zur Zeit der Bergung hielt er ein Feuerzeug in der Hand. Das dreistöckige Gebäude galt als derart instabil, dass es die Vibrationen des Verkehrs weiter beschädigen oder gar zum Einsturz bringen könnten.