Ars Electronica Center Linz, A
Ars Electronica Center Linz, A
Ars Electronica Center Linz, A
Ars Electronica Center Linz, A

Medienfassaden Projekt ARS ELECTRONICA Center 2009

Interaktive Fassadenbespielung Schlaflos

Der schlafende Mensch wird zum Interface.
Die freigesetzte Energien während des Schlafens  wie z.B. die Gewichtsverlagerungen die durch Atmung oder minimale Bewegungen entstehen, können genützt werden   um die Medienfassade zu bespielen .

Im Mittelpunkt der Mensch
Im Zentrum der Heterotopien, der realisierten utopischen Räume steht der menschliche Körper. Er ist der "Hauptakteur aller Utopien", sagt Michel Foucault in dem zweiten Radio-Essay, der den Titel "Der utopische Körper" trägt. Aber mein Körper ist doch das Realste, das ich besitze!, wird man jetzt ausrufen.
Ja und Nein, meint der Philosoph. Denn wer hat ohne Zuhilfenahme eines Spiegels oder einer Kamera je seine Stirn, seine Ohren, seinen Hinterkopf, seinen gesamten Rücken gesehen? So wie es reale utopische Orte gibt, so sind auch Teile des eigenen Körpers heterotopische Landschaften.( oe1.orf.at/highlights/62864.html)

Man könnte nun diese „sich unterscheidenden geographischen Räume“ auch in Heteropragmas  in „sich unterscheidende Handlungen“ übertragen.
Im Schlaf scheinen andere Gesetze zu dominieren als in der Wach-Zeit,  wie dem Raum der Spiegel, ist ihm ausschließlich eine Fremdbeobachtungstechnik obligat um Auskünfte über ihn zu geben.

Durch 6 Drucksensoren die an der Unterseite einer Liege angebracht sind, werden sämtliche Gewichtsverlagerungen mit Zahlen ausgewertet. Diese Werte werden während mehrerer Schlaf- Stunden mit MAX MSP und LLOOP Software  in Realtime verarbeitet.
Die  Fassade  wird zur Projektion der Schlafstrategien .

Vor allem im Kopfbereich abgeleitete Werte können sich als Gesamtauswirkung sämtlicher Körperbewegungen konstellieren.
Atembewegungen, Beinbewegungen etc. werden über die Wirbelsäule bis zum  Kopf weitergeleitet, und dokumentieren somit den Körperabdruck auf der Fassade des Ars Electronica Centers.

Media Facade Project ARS ELECTRONICA Center.

Interactive Façade Installation Sleepless

The sleeping person functions as an interface.
The person’s movements during sleep, such as weight shifts occurring through breathing or minor changes of position, are translated into visual effects on the media façade.

The Human Being at the Center
At the center of heterotopias, the realised utopian spaces, there is he human body. It is the “main agent of all utopias”, says Michel Foucault in his second radio essay with the title "The Utopian Body". But my body is the most real thing I possess! – that may be a natural reaction.
Yes and no, says the philosopher. Who has ever seen his or her forehead, ears, back of the head or the entire backside without the help of a mirror or camera? Just like there are real utopian places, there are also parts of ones own body that are heterotopian landscapes. ( oe1.orf.at/highlights/62864.html)

These “differing geographical spaces” could also be translated into heteropragmas, into “differing actions”.
During sleep we are subject to different laws than when we are awake, and just like space requires a mirror, sleep only reveals itself through some technique of foreign observation.

Six pressure sensors mounted to the bottom of a bed register all weight shifts and record them in numerical values. These values are processed during several hours of sleep with MAX MSP and LLOOP software in real-time.
The façade becomes a projection of sleeping strategies.